von Santa Cilia nach Artieda

6:30 Uhr früh aufstehen. Der Rucksack war schon am Vorabend gepackt. Ich habe mir die Füße getaped und bin dann als erster aus dem Haus. Die Sonne war noch nicht zu sehen und es ging Richtung Artieda über Puente la Reina de Jaca. Unterwegs hatten wieder Pilger kleine Steinmänchen gebaut, zwischen denen man durchlaufen konnte neben dem Fluss Aragon. Ich wollte im Dorf Puente la Reina de Jaca an einer Tankstelle oder Geldautomaten Geld ziehen. Aber es gab keinen Automaten und die Tankstelle hat mir auch kein Paybackgeld gegeben. Ich bin dann wieder über die Brücke zurück auf den Jakobsweg und habe erst einmal gefrühstückt. Nach dem Frühstück ging es nur noch flach weiter. Kein Schatten, die Sonne ist unbarmherzig heiß. Unterwegs ging es durch die Sierra Nobla und "El relieve Pirenaico". Eine Landschaft wie auf dem Mond scheinen die kleinen Berghügel auszusehen. Bis Santiago sind es von hier aus noch 799 km. Nach 27km kam ich dann, nach einem kleinen Anstieg, ins Dorf Artieda. Ich war fix und fertig. In der Auberge trank ich erst einmal ein Bier mit Lemon. Draußen spielte eine Jazzband die von den Dorfbewohnern gut besucht war. Ich habe mich dazugesetzt und noch zwei Bier getrunken. Zu Mittag gab es dann noch Calamari. Nach dem Mittag legte ich mich noch bis 17:00 Uhr etwas hin um mich auszuruhen. Die Pilger aus Cilia, die teilweise mit dem Autostopp bis hier hin kamen saßen am Abend alle an einem Tisch. Rosa und Anton waren auch schon angekommen. Die italienische Schnachmaus und die polnische Truppe aus Krakau sitzen mit an Tisch beim gemeinsamen Dinner. Wir haben alle vielen Späße zusammen. Nach dem Abendessen gehen wir um 19:00 Uhr in die Kirche, der Dorfpfarrer hatte uns die Kirche aufgeschlossen und wir konnte uns den Jakobsstempel in der Kirche geben lassen. Ich machte danach noch einen Spaziergang durch Dorf und bewunderte die schöne Aussicht von hier oben ins Tal.

Wegbeschreibung