Vorwort

Es sind schon viele Wanderer den Jakobsweg gelaufen und haben sich darauf vorbereitet diesen Weg einmal zu gehen. Meine Planung
begann ich im Jahr 2016. Sie werden es nicht glauben, der Film "ich bin dann mal weg" war der Einstieg in die Planung.
Mit meiner Frau Roswitha, die auch diesen Weg gehen wollte, aber mit 69 Jahren, meinte sie, hätte sie den Zeitpunkt verpasst.
Ich würde meine Frau gerne mitnehmen und mein Tempo an das meiner Frau anpassen. Nun wir haben uns zusammengesetzt und über
alles geredet. Jetzt gehe ich allein und bin doch nicht ganz allein. Roswitha unterstützt mich. Wir besuchten zwei Einstiegsvorträge für
Jakobswanderer. Ein Vortrag in Hünxe und einen Vortrag später in Münster. Erfahrungen zu sammeln von Wanderern, die diesen Weg
schon gegangen sind, denke ich ist wichtig. Was habe ich mitgenommen aus diesen Vorträgen?

Es kamen bei mir die Fragen auf:
- Was sind das für verrückte Personen?
- Warum haben die sich das angetan?
- Warum übernachten die in solchen Refugien?
- Und was haben Sie davon, wenn sie wieder zu Hause sind?
- Habe die Pilger die Erleuchtung bekommen?

Nun eins habe ich auf dem Seminar gefühlt, die Jakobswanderer haben bei den Vorträgen so ein leuchten in den Augen. Sie waren von Anfang an begeistert,
auch wenn die Erlebnisse noch so schlecht waren. Sie hatten etwas geschafft, woran sie am Anfang ihres Weges nicht sofort geglaubt
haben. Doch vielleicht gibt es hier einen Unterschied zwischen den Vortragsrednern und mir. Ich habe Ehrgeiz und Willen schon aus meiner
Vorgeschichte als Sportler. Meine Grenzen werde und will ich auch finden, aber und das ist mir am wichtigsten, ich möchte runter kommen
von all den schweren Jahren die hinter mir liegen. Neue, schöne, vielleicht auch schwere, Erkenntnisse einsaugen und dafür Kraft gewinnen
auf dem Pilgerweg.

Planung:
Die ersten Schritte sind getan und am 30 Juli 2017 soll es losgehen. In den Vorträgen und übers Internet gibt es viele Informationen, die dazu
beitragen, seine persönliche Ausrüstung zusammenzustellen. Ich möchte versuchen nicht so viel in Refugien zu übernachten, deshalb habe
ich ein Zelt in die Ausrüstung gepackt. Auch der Weg wird ein anderer sein, bevor ich auf den eigentlichen Jakobsweg am Col de Somport stoße.
Spätestens jetzt werden einige Leser von Euch sagen, was für ein verrückter. Den Satz kennen Sie schon aus dem Vorwort.
Warum sollte ich anders sein. Auch so, dass habe ich fast vergessen, Jakobswandere "duzen" sich.
Ab hier geht es dann mit dem "DU" weiter.

Hier nun zu den einzelnen Vorbereitungen für den Jakobsweg:
Wann soll die Reise losgehen und wie komme ich von Voerde-Spellen nach Lourdes. Beginnen werde ich meinen Pilgerweg zu Fuß
bis Santiago de Compostela von Lourdes aus über die Pyrenäen, bis ich auf den eigentlichen Pilgerweg am Col de Somport stoßen
werde liegen 149 km. Die Route führt über den Klettersteig "Passage d Orteig".Die Ausrüstung hat zusätzlich für Klettersteige
ein Klettersteigset mit zusätzliche Karabiner und Seile für die Bergsicherung. Nach dem Col de Somport wird das Klettermaterial
(1,5kg) per Post wieder nach Hause geschickt. Da ich kein spanisch kann habe ich mir drei DVDs bestellt und diese auf einen kleinen
mp3-Player kopiert. So lerne ich fast jeden Tag Spanisch. Die Vokabeln gibt es dazu als PDF-File, die ich zu jedem Kapitel als kleines
Dokument ausdrucke und in die Tasche zum Nachlesen stecke.

Wandertraining:
Seit dem 15.01.2017 zweimal die Woche ca. 6 bis 15 km mit und ohne 15 Kg Rucksack und mit dem Fahrrad 50 - 75 km. Das sollte reichen
um über die Berge zu kommen. Von Lourdes bis zum Col de Somport sind es 140 km durch die Pyrenäen. Um die 8000 Höhenmeter zu
überwinden sollte man hier schon fit sein und sich vor allen Dingen nicht selbst überfordern. Hier ist eine lange Trainingsfase von Vorteil.